Das Logo der Lean Schmiede visualisiert ein prozessorientiertes Systemverständnis.
Im Mittelpunkt steht eine Perle, die einen stabilen, standardisierten und fließfähigen Prozess symbolisiert. Die runde, geschlossene Form steht für Gleichmäßigkeit, Wiederholbarkeit und geringe Varianz im Ablauf.
Ein Prozess kann nur dann effizient funktionieren, wenn er ohne unnötige Unterbrechungen, Rückkopplungen oder Wartezeiten durch das System läuft. Die Perle steht somit für einen Zustand, in dem Wertschöpfung kontinuierlich und vorhersagbar erfolgt.
Die acht Bruchstücke, die die Perle umgeben, repräsentieren die acht Verschwendungsarten. Diese wirken als Störgrößen im Prozesssystem. Sie erhöhen Durchlaufzeiten, erzeugen zusätzliche Schnittstellen, verursachen Nacharbeit und binden Ressourcen ohne Wertschöpfungsbeitrag. Technisch betrachtet erhöhen sie die Reibung im System und reduzieren den Wirkungsgrad des Gesamtprozesses.
Solange diese Störgrößen vorhanden sind, wird der Prozess instabil. Die Perle kann nicht gleichmäßig rollen, sondern wird abgelenkt, verlangsamt oder blockiert. Das System reagiert mit Kompensationsmechanismen wie Pufferbeständen, Zusatzkoordination oder erhöhtem Steuerungsaufwand.
Der Ansatz der Lean Schmiede besteht darin, diese Verschwendungsarten systematisch zu identifizieren, zu analysieren und zu eliminieren. Dabei steht nicht die Beschleunigung einzelner Prozessschritte im Fokus, sondern die Reduktion von Reibungsverlusten im Gesamtsystem.
Mit jeder entfernten Verschwendungsart sinkt die Prozessvarianz. Der Material-, Informations- oder Wertstrom wird klarer, Durchlaufzeiten verkürzen sich, und die Prozessstabilität steigt. Die Perle rollt zunehmend frei, was sinnbildlich für einen robusten, beherrschten und skalierbaren Prozess steht.
Im Zielzustand ist der Prozess so gestaltet, dass er ohne permanente Eingriffe von außen funktioniert. Steuerung erfolgt über Standards und Kennzahlen, nicht über Ad-hoc-Interventionen. Abweichungen werden früh sichtbar und können gezielt korrigiert werden.
Das Logo macht deutlich:
Lean ist kein Optimieren einzelner Tätigkeiten, sondern das Gestalten eines störungsarmen Systems.
Wertschöpfung entsteht dort, wo Prozesse fließen – nicht dort, wo maximal ausgelastet wird.
Die Lean Schmiede steht für die handwerklich saubere Entwicklung von Prozessen, die stabil laufen, messbar besser werden und langfristig tragfähig sind.